7. Lauf 6h Rennen 19.7
 

Bilder: http://don130.do.funpic.de/6h/index.htm


7. Lauf VLN 2008 from Fabian Kirschgen on Vimeo
von Matthias Kader

Manthey gewinnt Regenpoker beim 6h-Rennen

Zum zweiten Mal in Folge ging der Sieg beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen an Manthey-Racing. Marc Lieb (Ludwigsburg), Marcel Tiemann (Monaco) und Arno Klasen (Karlshausen) überquerten beim Saisonhöhepunkt der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft im Porsche 911 GT3 RSR nach 6:02:46.249 Stunden als Sieger die Ziellinie. Bei wechselhaften Witterungsbedingungen wurden Claudia Hürtgen (Aachen) und Stian Sorlie (Norwegen) im BMW Z4 M Coupé von Schubert-Motorsport mit einem Rückstand von 7:32.311 Minuten auf Platz zwei abgewinkt. Die Entscheidung um Platz drei fiel erst auf den letzten Metern. Bei dem Rennen um die Trophäe der Opel-Werke-Bochum setzten sich Volker Strycek (Dehrn), Andreas und Ralf Schall (beide Dornstadt) im Opel Astra V8 Coupé in der letzten Runde gegen Stefan Kissling (Schuld), Hannu Luostarinen (Finnland) und Reinhold Mölig (Waldalgesheim) in der Chevrolet Corvette von Kissling-Motorsport durch. Das Rennen des MSC Ruhr-Blitz-Bochum nahmen 207 Fahrzeuge in Angriff, 133 kamen nach sechs Stunden in Wertung ins Ziel.

Manthey sicherte sich im Zeittraining die dritte Pole-Position in der laufenden Saison. Einsetzender Regen unmittelbar vor dem Start machte die ersten Runden zu einem wahren Regenpoker. Die Anfangsphase war, wie schon beim letzten Rennen, von dem Zweikampf Manthey gegen Land geprägt. Die Startfahrer Lieb und Basseng duellierten sich der „Grünen Hölle“ sich im Sekundenabstand. Nach 20 Runden fiel Johannes Stuck nach einem Unfall im Land-Porsche in Führung liegend aus. Eingangs der Start-Ziel-Geraden bog der Liechtensteiner nach einem Überholvorgang eines langsameren Fahrzeuges zu spät in die Boxengasse ab, verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und schlug in die Streckenbegrenzung der Boxeneinfahrt ein. Stuck wurde von den Rettungskräften geborgen und nach der Stabilisierung im Medical-Center zur weiteren Untersuchung per Helikopter ins Krankenhaus in Trier geflogen. Stuck erlitt eine schwere Gehirner-schütterung und Prellungen.

„Das Rennen war bis zu dem Unfall wahnsinnig eng“, sagte Klasen. „Danach haben wir an der Spitze die Geschwindigkeit etwas reduziert und den Sieg kontrolliert nach Hause gefahren.“ Nachdem die Strecke im Verlauf des Rennens komplett abgetrocknet war, setzte nach vier Stunden erneut Regen ein. „Wir hatten bei der Reifenwahl ein glückliches Händchen“, so Lieb. „Daher sind wir ohne Probleme durchgekommen.“ Die richtige Reifenwahl trafen auch die Zweitplatzierten, die ein ebenfalls ein reibungsloses Rennen absolvierten. „Wir haben vielleicht nicht das schnellste Auto, aber eine sehr starke Fahrerpaarung“, sagte Sorlie, der dem zweiten Platz beim 6h-Rennen noch mehr Positives abgewinnen konnte. „Beim 24-Stunden-Rennen herrschten Extrembedingungen, als ich mit dem Z4 meinen ersten schweren Unfall auf der Nordschleife hatte. Auch heute waren die Bedingungen nicht zu unterschätzen - daher ist für mich sehr wichtig, dass ich zeigen konnte, dass ich kein Crash-Pilot bin.“

Volker Strycek war nach seinem fünften Klassensieg zusammen mit Vater und Sohn Schall überglücklich. „Ich hätte der Kissling-Truppe den Podiumsplatz wirklich gegönnt. Aber ich freue mich natürlich auch, selber auf dem Treppchen zu stehen“, so der Opel-Sportchef. „Auf nasser Piste war unser Opel Astra V8 Coupé immer etwas stärker, die Corvette war im Trockenen schneller.“ Schall-Junior umschreibt das Geschehen in der letzten Runde: „Ich habe den Regen herbeigesehnt. Als kurz vor Rennende erneut ein Schauer einsetzte, habe ich den Druck auf Stefan deutlich erhöht und ihn in einen Fehler gezwungen.“ Betrug bei der vorletzten Zieldurchfahrt der Vorsprung des US-Sportlers noch neun Sekunden, hatte die Equipe aus Bad-Münstereifel am Ende das Nachsehen. Kissling nahm es gelassen: „Trotz des Ausrutschers in der Arembergkurve können wir mit Platz vier sehr zufrieden sein. Das Ergebnis unterstreicht, dass wir mit der Entwicklung der Corvette auf dem richtig Weg sind.“ Hinter dem Führungsquartett fuhren die Drittplatzierten des letzten Laufes, Sabine Schmitz und Klaus Abbelen (beide Bahrweiler), auf den fünften Rang. Hans-Joachim Stuck (Österreich) beendete seine Premiere im Lamborghini Gallardo von Raeder-Motorsport an der Seite von Dirk Adorf (Hennef) hinter dem Wochenspiegel Team Manthey Porsche auf Platz sieben.

Erster Klassensieg 2008 für Smudo im Bio-Renner
Balsam auf die Seelen von Smudo & Co. Nach Rückschlägen in der laufenden Saison fuhr das Four-Motors-Team rund um den Frontmann der Hip-Hop-Combo ‚Die fantastischen Vier‘ zum Klassensieg bei den VLN-Specials mit alternativen Treibstoffen bis 2.000 ccm Hubraum. „Man, ist das geil, das darf nicht wahr sein“, sprudelte es aus dem Hamburger heraus, der sich bereits auf der Heimreise befand, als der Sieg endlich in der Tasche war. Smudo legte mit seiner mutigen Entscheidung für Slick-Reifen in der feuchten Anfangsphase den Grundstein für den Erfolg des Biodiesel-Beetle. In der schwierigen Mittelphase des Rennens war es an Lutz Wolzenburg (Bad Laasphe), das Fahrzeug heile über die Runden zu bringen. „Ich bin um Jahre gealtert“, gab Teamchef und Fahrer Thomas von Löwis (Reutlingen) zu, der die schnellste Rennrunde des Fahrertrios absolvierte.

Spannend war der Rennverlauf in der Honda Civic Cup-Klasse. Claus und Christoph Dupré (beide Schiffweiler) feierten ihren ersten Klassensieg. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten Peter Venn (Großbritannien) Marcel Hoppe (Lennestadt) und Harald Thönnes (Mülheim-Kärlich) betrug lediglich 5,403 Sekunden. Auf Platz drei wurden Michael Ecker (Hauptstuhl), Kim Berwanger (Brücken) und Uwe Unteroberdörster (Lohmar) abgewinkt, die zwar im Rennen die schnellsten Rundenzeiten in der Cup-Klasse fuhren, aus der Box gestartet jedoch viel Zeit auf ihre Mitstreiter einbüßten.

Mit ihrem fünften Klassensieg in Folge untermauerten die beiden Ukrainer Andri Kruglik und Alexji Mochanov, beim 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen unterstützt von Ralph Martin (Altenstadt) ihre Führung in der Fahrerwertung der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Die populärste Breitensportserie Europas geht nun in die Sommerpause. Erst am 13. September steht mit dem 40. ADAC Barbarossapreis des MSC Sinzig der siebte Lauf des Jahres auf dem Programm.


Quelle: www.vln.de

 
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